Kategorie: Antoniushaus Pressemitteilungen
Antoniushaus Hochheim als Gesamtheit nach eQuass zertifiziert
„Wir sind immer nur so gut, wie wir im Interesse der Menschen im Antoniushaus zusammen arbeiten.“
„Viele Bereiche unter einen Hut zu bringen, ohne ihnen die Individualität zu nehmen, war eine der größten Herausforderungen für uns“. Mit ein Grund, weshalb unser Qualitätsmanagementbeauftragter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun stolz auf den erfolgreichen Abschluss der Zertifizierung des gesamten Antoniushauses sein können. Wir haben einen intensiven, über dreijährigen Prozess hinter uns, an dessen Ende nun die erfolgreiche Zertifizierung nach eQuass, einem europäischen Qualitätsrahmen für Sozialdienstleister, steht. Seit 15.März 2011 darf das Antoniushaus als Einrichtung für Menschen mit einer Körperbehinderung nun das Qualitätssiegel tragen. Damit können sich Interessenten, Klienten, Mitarbeiter und alle externen Stellen, die mit uns in Kontakt stehen, auf ein Qualitätsniveau verlassen, das uns im Wettbewerb vergleichbar mit anderen Einrichtungen macht.
Das Antoniushaus in Hochheim ist eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, die das eQuass -Assurance Qualitätssiegel für alle Fachbereiche trägt: Erwachsenenwohnbereich, Förderschule, Berufliche Schulen, Internate und alle begleitenden Dienste haben Standards festgelegt und Prozesse beschrieben, die den Anspruch deutlich machen, dass im Interesse aller eine gute Arbeit geleistet werden soll. Wir haben dafür ein europaweit anerkanntes System gewählt, das unter anderem von großen Trägern im Sozialbereich, politischen Vertretern der EU, Gewerkschaften und Repräsentanten von Menschen mit Behinderungen entwickelt wurde.
Das System orientiert sich an neun Prinzipien: Rechte, Ethik, Partnerschaft, Mitbestimmung, Leistungsnehmerorientierung, Ganzheitlichkeit, Führung, Ergebnisorientierung, Kontinuierliche Verbesserung. Bei einem solchen Prozess geht es nicht darum, verschiedene Aspekte der Arbeit unserer Einrichtung abzuhaken. Dies würde nichts bringen, da es sich um einen konsequenten Prozess der Weiterentwicklung handelt.
So unterrichtet beispielsweise unsere Förderschule Menschen mit einer Körperbehinderung in den Schulformen für Praktisch Bildbare sowie für Lernhilfe und hat darüber hinaus einen Regelschulzweig, der zum Haupt- und Realschulabschluss führt. Die Berufsbildenden Schulen dagegen sind die einzige weiterführende Schule für Menschen mit einer Körperbehinderung in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit den beiden Schwerpunkten Wirtschaft/Verwaltung und Sozialpflege/Pädagogik. Dies macht deutlich, dass wir für diese unterschiedlichen Schülergruppen verschiedene Inhalte haben, die sich auch in den bereichsspezifischen Standards niederschlagen müssen.
Deshalb sind beispielsweise Einarbeitungsstandards für neue Mitarbeiter entwickelt worden, die zum Teil für die gesamte Einrichtung in verschiedenen Punkten identisch sind, dann aber ergänzend für die einzelnen Bereiche spezifisch angepasst wurden. Es gibt nun Checklisten, die in der Basis identisch sind, aber dann in speziellen Punkten auf die jeweilige Arbeitsanforderung angepasst wurden.
Einheitlich dagegen sind Standards für das ebenfalls neu entwickelte Beschwerdemanagement sowie die Fortbildungsangebote und auch Pflegestandards. Für eine Vielzahl von Abläufen gibt es nun Prozessbeschreibungen, die genau festlegen, wie diese ablaufen und wer verantwortlich ist. Das schafft Klarheit auch für die Mitarbeiter – denn jeder weiß nun genau, wer wofür zuständig ist. Wir möchten allen externen Personen signalisieren, dass das Qualitätsmanagement im Antoniushaus eine große Rolle spielt. Welche Prozesse beschrieben werden sollten, wurde im Vorfeld von der Leitungsebene in Absprache mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in Qualitätszirkeln eingebunden waren, festgelegt. Der Qualitätsrahmen hat sich aus dem Fragenkatalog von eQuass ergeben.
Der Abschluss der Zertifizierung bedeutet jedoch nicht das Ende der Arbeit. Qualitätsmanagement ist ein ständiger Prozess, in dem wir immer wieder lernen. Wir überprüfen kontinuierlich die beschriebenen Abläufe und passen sie gegebenenfalls an. Dabei beziehen wir die betroffenen Schüler und Bewohner mit ein.
Jeder Bereich hat einen oder zwei Qualitätsbeauftragte, die sich monatlich mit dem Qualitätsmanagementbeauftragten treffen. Dieser Basisaustausch gibt immer wieder neue Anregungen, Prozesse anzupassen.
Wir sind stolz dies gemeinsam erreicht zu haben und wissen:
„Wir sind immer nur so gut, wie wir im Interesse der Menschen im Antoniushaus zusammen arbeiten.






